Mittwoch, 15. März 2017

Die Suche nach der Identität…

… oder vielleicht auch nur einer Plattform oder einem Sprachrohr. Vielleicht auch die Suche nach dem Textmarker. Hashtags haben unterschiedliche Funktionen. Sie helfen jedoch eindeutig in der Welt von Twitter und Co den Überblick zu behalten. Ich folge einigen Menschen sehr aktiv, vor allem aber folge ich Hashtags, die mir thematisch zusagen. Lange Zeit war der Hashtag #EDchatDE für mich der Nabel meiner Publikationen. Die Tagcloud rechts im Blog zeigt das auch ganz deutlich. Immer wieder habe ich am Blog eine Nachlese zu den einzelnen Themen geschrieben, die am Dienstag von einer großen Community in Höchstgeschwindigkeit behandelt wurden. Die Teilgeber/innen waren aktiv, ich habe gesammelt, nachgelesen und versucht, für mich selbst eine Struktur zu finden, Zusammenhänge herzustellen. Ich wusste, wenn ich den #followerpower anzapfen wollte, dann gab es den #EDchatDE als Hashtag.

Quelle: Pixabay (CC0)
Nach den Ereignissen der letzten Zeit, also dem Ausstieg aus dem #EDchatDE und allem was davor und danach passiert ist, habe ich nach einem neuen Hashtag gesucht. Unter dem alten möchte ich nicht mehr teilgeben. Mir kommt das nicht authentisch vor. Hier wird Wasser gepredigt und Wein getrunken (oder umgekehrt). Ich kann mich – und Reaktionen aus der Community haben es gezeigt –mit dem Hashtag nicht mehr identifizieren. Ich möchte hier nur den Blogpost Mein Abschied vom #EDchatDE von Bob Blume (@blume_bob) anfügen, der mir aus dem Herzen spricht. Und – gerade ganz aktuell – natürlich auch den Beitrag Analoge Machtspiele von Philippe Wampfler (@phwampfler) in der Freitag (@derfreitag), den ich nicht teilen kann, da er ein Abo voraussetzt:
Philippe trifft den Nagel auf den Kopf:

Quelle: YouTube

Es ist nicht authentisch, was hier gepredigt und gelebt wird. Das ist nichts für mich. Das bin nicht ich. Nun, aber dennoch hätte ich gerne einen Hashtag, mit dem ich mich identifiziere. Und anderen geht es gleich. #BayernEDU wurde gegründet, ebenso ging vor kurzem der #relichat (@relichat) an den Start, der #BIBchatDE (@BIBChatDE) folgt. Das Konzept ist ähnlich dem Konzept des #EDchatDE. Man trifft sich zu einer gewissen Uhrzeit und tauscht sich aus. Nun, aber eigentlich ist mir das zu wenig. Und anderen auch. Wir wollen in die Tiefe gehen. Wir wollen uns nicht mehr nur auf Schriftzeichen, Verlinkungen beschränken. Wir wollen offen sein für Neues, für Alternatives, für Kreatives und vor allem Kritisches.

Quelle: Pixabay (CC0)
Wir, ja, das sind die Bildungpunks – und ich mag den Ausdruck. Es hat was Disruptives. Wir, das sind Alicia (@aliciabankhofer), Ines (@seni_bl), Monika (@M_Heusinger), Ines (@Ines_MueVo) und Christine (@iqberatung), wir waren Moderatorinnen und Teilgeberinnen des #EDchatDE. Und nun haben wir ein neues Projekt, eine Vision, die ganz konkret geworden ist. Es wurde nichts verheimlicht. Wir sind auf der Suche nach einem neuen Hashtag. Die Community hat uns Vorschläge gemacht. Alle wurden berücksichtigt, aber nicht alle werden zur Abstimmung gestellt (weil sie vergeben oder anders genutzt werden). Die Community entscheidet über einen neuen Hashtag. Ganz offen und transparent. Morgen kann damit begonnen werden – bis 23.03.2017 geht die Abstimmung und dann haben wir wieder ein einendes Element. Dabei wollen wir kritische Köpfe vereinen – Punks, Emos, Snobs und Geeks, oder so ähnlich. Und wir laden alle ein, an Beitragsparaden teilzunehmen und teilzugeben. Keine Blogparaden, denn das reicht zu wenig weit. Es können Videos eingereicht werde, oder Sketchnotes, Infografiken oder Texte. Vielleicht auch nur einzelne verbundene Tweets. Nach Möglichkeit unter einer Creative Commons-Lizenz. Über das Thema stimmt die Community ab.

Ob das funktioniert? Wir wissen es nicht. Aber wir probieren es aus. Und die Vorbereitungen im Hintergrund haben aus sechs sehr unterschiedlichen Köpfen ein richtiges Team gemacht, das sich die Arbeit geteilt hat. Wir haben kollaboriert, kommuniziert, kritisch gedacht und waren kreativ.

Quelle: Pixabay (CC0)
Das macht mich glücklich, denn unser Blog, der morgen online geht, ist ein Produkt der sagenumwogenen 4C oder 4K oder wie auch immer. Wir versuchen Offenheit und eine kritische Haltung (vor) zu leben. Und wir freuen uns auf die Reaktionen der Community, auf die Zusammenarbeit, die Kommunikation, die kritischen und die kreativen Stimmen.

Wir freuen uns auf euch. Ich freu mich auf euch!

Sonntag, 19. Februar 2017

#EDchatDE gibt es als Buch: ein offener Post

In den letzten Wochen seit der Bekanntgabe, dass es ein Buch zum #EDchatDE geben wird, habe ich so einige nicht ganz nette Nachrichten dazu bekommen. Der Ton war rau. Und das war er auch auf Twitter selbst. Die Teilgeber/innen zeigten sich über die Veröffentlichung enttäuscht, verärgert, erfreut, überrascht, genervt – oder alles zusamen. Vielen waren begeistert, andere fühlten sich vor den Kopf gestoßen. Weil mir selbst einige Dinge davon sehr nahe gehen, möchte ich in diesem Blog ein paar Gedanken zum Buch, vor allem aber zum Projekt, loswerden.

Quelle: Pixabay (CC0)

Vorausschicken möchte ich, dass ich hinter der Buch-Idee stand und stehe. Umso mehr, als es sich um ein Buch unter CC-Lizenz handelt, das von einem Schulbuchverlag herausgegeben wird. Ich finde diesen Versuch des Cornelsen-Verlags wirklich erstaunlich. Die Lizenz CC BY-SA bedeutet ja, dass jede/r das Buch kaufen und dann online stellen kann, solange die Lizenz eingehalten wird (CC BY-SA heißt, teilen und weitergeben und verändern unter gleichen Bedingungen). Jeder darf also die Materialien verwenden, muss aber die/ den Urheber/in nennen (inkl. Quelle zum Originaldokument) und die Lizenz (inkl. Lizenztext). Hier noch mal ein schönes, gut gemachtes Video der OER Transferstelle zum Thema:


Video von Blanche Fabri, Melanie Kolkmann, Tessa Moje Jöran Muuß-Merholz für open-educational-resources.de – Transferstelle für OER/ CC BY 4.0

Aber auch mir stößt einiges in diesem Projekt auf. Ich kann die Teilgeber/innen verstehen. Ich kann sie gut verstehen. Auch ich würde mich ausgenutzt fühlen. Das Wort #Geheimprojekt ist dabei ein besonderes Reizwort. Wieso wurde die Community, die ja den Inhalt des Buches beisteuert, nicht informiert? Wieso wurde hier so ein Tamtam (beispielsweise das Werbevideo) gemacht? Nun, ich persönlich denke, dass die Geheimniskrämerei teilweise wichtig war, damit die Idee nicht von jemand anderem „geklaut“ wird. Sie ist innovativ. 

Die Art und Weise, wie kommuniziert wurde, ist aber sicherlich unglücklich. Man hätte die Teilgeber/innen vorab anschreiben können. Sie informieren können, bevor man an die „gesamte“ Öffentlichkeit geht. Man hätte den Teilgeberinnen und Teilgebern eine Ausgabe des Buches schicken können (oder das E-Book gratis zur Verfügung stellen – Danke Christine @iqberatung für diesen Anstoß). Twitternachrichten sind öffentlich. Man muss nicht angemeldet sein, um sie lesen zu können. Eine Erlaubnis, sie weiterzuverwenden, braucht es also nicht. Aber es bedarf Kommunikation. Und gerade diese Kommunikation ist mächtig in die Hose gegangen. Ich kann es nicht anders sagen. Man hätte informieren können. Man hätte aber zumindest auf die Kritik reagieren können/sollen/müssen. Hätt i-wär i – tät i. Vereinzelt wurde das gemacht, aber eben nicht von allen. Mache ich jemandem einen Vorwurf? Nein, denn wir sind alles Individuen, die individuell entscheiden können.

Quelle: Pixabay (CC0)

Wir haben uns jede/r dazu entschieden, am Buchprojekt mitzumachen. Aus unterschiedlichen Beweggründen, meine ich. Vielleicht auch nur, weil die anderen Teammitglieder mitgemacht haben. Uns wurde von den beiden Herausgebern von der Idee erzählt, vor allem von der Tatsache, dass das Buch unter CC-Lizenz stehen wird. Wir waren alle, so mein Eindruck, von Anfang an Feuer und Flamme. Ein offenes Format, ein offenes Buch, eine offene Lizenz, ein Schulbuchverlag. Es sollte ein offenes E-Book geben. Das wurde auch so zugesagt. Und irgendwie gingen wir Moderatorinnen und Moderatoren alle davon aus, dass Buch und E-Book gleichzeitig herauskommen und das E-Book kostenfrei oder zumindest bedeutend günstiger als das gedruckte Buch sein würde. Können die Teammitglieder alle so irren? Ich jedenfalls war über die Ankündigung des gedruckten Buches ohne E-Book genauso überrascht wie das übrige Team. Ich hab mich geärgert.

Wir hatten im Sommer alle innerhalb kürzester Zeit die Kapitel geschrieben. Die Auswahl der Themen und der Tweets erfolgte durch den Verlag. Unsere Aufgabe lag darin, die Tweets in einen Kontext zu bringen. Die ersten eingereichten Beiträge von Urs (@urshenning) und mir waren dabei falsch, also entsprachen nicht den Vorstellungen. Ein Missverständnis? Möglich. Ich meine aber, dass auch hier die Kommunikation nicht gestimmt hat. Wir wurden mit Informationen versorgt, aber irgendwie lückenhaft. Vielleicht wurde vorausgesetzt, dass wir alle eh das Gleiche verstehen. Vielleicht wurde im Stress übersehen, dass wir nicht alle die gleiche Wissensbasis haben. Jedenfalls gab es auch im Entstehungsprozess zahlreiche Kommunikationsprobleme. Fragen wurden beim Auftreten per Mail gestellt und beantwortet. Ich hatte immer wieder das Gefühl, ein Mail nicht gelesen zu haben. Ich hatte das Gefühl, nicht alle Mails zu bekommen.

Vielleicht hätte ein Treffen #irl (danke @ma_y für den Hinweis) oder auch ein virtuelles (via Skype oder so) geholfen. Es lässt sich nun mal nicht alles über E-Mail und Direktnachrichten auf Twitter lösen. Und manchmal ist da das geschriebene Wort auch missverständlich. Ich bin mir zwischendurch wie eine Ausführende vorgekommen. Ich dachte immer, wir seien ein Team von gleichberechtigten Erwachsenen, wo alle gemeinsam und eben gleichberechtigt an einem Buch arbeiten. Nun, ich denke nach dem Buchprojekt, wir hatten die zwei Herausgeber und die anderen, die ausgeführt haben. Im Prozess des Schreibens ist mir das so nicht aufgefallen, retrospektiv aber schon. Ich ärgere mich vor allem sehr über Mails und Nachrichten, die mir das Gefühl geben, ein Lehrling (Azubi) zu sein. Du sollst nicht… Tu nicht… Mach… Ignorier… Und ein individuelles Vorgehen wird verurteilt. Außer es kommt von den Herausgebern. So haben wir als Team beispielsweise vom Werbefilm nichts gewusst. Idee und Umsetzung sind absolut genial. Eine kurze Info hätte gereicht. Ich hätte nichts dagegen gehabt. 

Quelle: Pixabay (CC0))

Wir sind Individuen. Wir sind Teilgeber/innen. Wir sind ein Team. Nicht nur die Moderatorinnen und Moderatoren und die Übersetzer/innen und die Tweetsammlerinnen. Wir alle. #EDchatDE lebt von der Community. Er lebt von unseren individuellen Ansichten und Ideen und Erfahrungen. Und ich finde es schade, dass es jetzt so was wie eine Lagerbildung gibt. Es allen rechtzumachen, funktioniert nie. Aber Kritik zu ignorieren, funktioniert auch nicht. Deshalb finde ich die Rezension von Philippe Wampfler (@phwampfler) und den Blogpost von Matthias Förtsch (@herr_foertsch) so schön. Sie zeigen, dass Kritik gut ist, dass man Kritik ernst nehmen soll. Dass man sich auch auf Diskussionen einlassen soll. Man kann daraus lernen. Und (Danke Peter @JochumPeter, weil du es gesagt hast) ich denke, wir sollten das Buch als Lernprozess sehen. Mit allen positiven und negativen Erfahrungen und Aspekten. Das nächste Mal machen wir es besser. Aber wisst ihr: Das Buch ist gut, denn wir erreichen damit viele, die wir sonst nicht erreichen können. Die Kapitel sind kurz und gut lesbar. Sie ermöglichen auch jenen, die wenig mit dem Thema zu tun haben, einen Einblick. Durch das offene Format können die Materialien auch für die Lehre und den Unterricht sowie für Fortbildungen verwendet und adaptiert werden. Das war meine Motivation, am Buch mitzuarbeiten.

Ich werde deshalb meine Kapitel, wie Monika (@M_Heusinger) es am Blog gemacht hat, auch noch öffentlich zur Verfügung stellen. Sobald geklärt ist, wie ich sie genau attribuieren muss. Und am liebsten zum OER-Festival am 31. Mai in Graz.

Quelle: Pixabay (CC0)

PS: Eines muss ich noch erklären: Im Verzeichnis der Teilgeber/innen am Ende des Buches stehen nur jene, deren Tweets nicht direkt (mit Bild, Name, Text und Datum) eingefügt sind. Also: Wenn ihr hinten nicht drinnen steht, dann heißt das nicht, dass eure Ideen und Beiträge nicht übernommen wurden. Danke Judith Erlmann (@juerlb) für diese wichtige Klarstellung!

Donnerstag, 16. Februar 2017

Studentische Selbstorganisation: ein Beispiel aus der Praxis

Ich halte ja seit einiger Zeit an der Universität Graz einen Online-Kurs mit dem Titel Lernen im Netz 2.0: Lernen in einer digitalen Gesellschaft. Der Kurs hat den gleichnamigen MOOC auf iMooX als Basis und kann von Studierenden, die an der Universität Graz inskribiert sind, als freies Wahlfach (Typ: Vorlesung) angerechnet werden, wenn die Studierenden eine elektronische Prüfung vor Ort (in Präsenz) absolvieren. So weit so gut.

Quelle: Pixabay (CC0)

Wie bei Vorlesungen studienrechtlich vorgesehen herrscht keine Anwesenheitspflicht, die Beurteilung erfolgt durch einen einmaligen Prüfungsakt am Ende des Semesters (und zu weiteren Prüfungsterminen, nämlich insgesamt sechs an der Zahl). Wie die Studierenden dabei lernen, ist für die Prüfenden nicht relevant. Sie können sich das Wissen selbst aneignen, eigene Materialien benutzen, gemeinsame Mitschriften erstellen und Ähnliches…

In den letzten Semestern hat das auch ganz gut geklappt, so der Anschein. Die Ergebnisse der Prüfungen hatten eine Ähnlichkeit mit der Gauß’schen Glockenkurve, wenngleich es schon leichte Verschiebungen bei den einzelnen Terminen nach rechts oder links gab. 

Quelle: Pixabay (CC0)

Dies sollte sich bei den letzten Terminen ändern: Keine Prüfung wurde mit Sehr Gut beurteilt, knapp über 50 Prozent jedoch mit Befriedigend. Ein interessantes Ergebnis. Dazu muss man wissen, dass vom didaktischen Konzept her Teile der Lernzielkontrollen des MOOC in die elektronische Prüfung aufgenommen werden. Wenn man also die Lernzielkontrollen zum Üben nutzt, ist man nur mehr wenige Punkte vom Genügend entfernt. Um jedoch bessere Noten zu haben, müssen die Materialien in der Tiefe durchgearbeitet werden, wobei ich mich – bei Prüfungen grundsätzlich – an die in der Leistungsbeurteilungsverordnung zu findenden Notendefinitionen halte.

Ein Sehr Gut bedarf somit folgender Leistung:
(2) Mit „Sehr gut“ sind Leistungen zu beurteilen, mit denen der Schüler die nach Maßgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchführung der Aufgaben in weit über das Wesentliche hinausgehendem Ausmaß erfüllt und, wo dies möglich ist, deutliche Eigenständigkeit beziehungsweise die Fähigkeit zur selbständigen Anwendung seines Wissens und Könnens auf für ihn neuartige Aufgaben zeigt. (Quelle)
Nun, wie kommt es also, dass in den letzten Prüfungen niemand ein Sehr Gut erreichen konnte, nur wenige ein Gut? Als neugierige Lehrende fragt man nach. Siehe da, ein verschwindend geringer Prozentsatz hat den MOOC absolviert (was sich mit den Anmeldezahlen im MOOC deckt). Auf die Frage, wie sie den gelernt hätten, kam keine Antwort. Auf die Frage, ob sie denn die Lernzielkontrollen irgendwie gemacht hätten, antwortete eine Studierende sinngemäß mit „Nein, aber die Karteikarten.“ Klick! Ahhh… Da war mir einiges klar. Schnell auf Quizlet. Und siehe da… Der Karteikartensatz war schnell gefunden.

Quelle: Pixabay (CC0)

Ich habe mich – ehrlich gesagt – über die studentische Initiative sehr gefreut. Aber, naja, gleichzeitig hab ich mir dann doch gedacht: Hallo, ihr da draußen! Reicht euch ein Befriedigend für das freie Wahlfach wirklich? Es gibt im MOOC ein paar lesenswerte Texte. Ehrlich. Schaut mal rein! ;-)

Montag, 23. Januar 2017

Es tut sich was in der Bildungslandschaft...

Heute ist sie also veröffentlicht worden, die Die digitale Strategie der österreichischen Bundesregierung, kurz: Digital Roadmap. Gleich an erster Stelle kommt die Bildung, die durch den Einsatz digitaler Medien und aktueller mediengestützter Lehr- und Lernszenarien den Aufbau und die gezielte Förderung digitaler Medien- und Methodenkompetenzen leisten/bringen soll. Open Educational Resources werden dabei ebenso genannt, wie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrenden im Sinne der Fach- und Mediendidaktik. Für den Einsatz digitaler Medien in der Schule und der PädagogInnenbildung sollen auch die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Ein wirklich spannendes Papier (digital veröffentlicht und verbreitet), das den Schritt in die Richtung zeigt und hoffentlich durch die schrittweise Umsetzung auch ebnet. Das Forum neue Medien in der Lehre Austria (@fnm_at) und die Virtuelle Pädagogische Hochschule (@virtuelleph) werden ebenso explizit genannt wie der ab März auf iMooX (@iMooXst) verfügbare Erwachsenenbildungs-MOOC (#ebmooc17). Drei Institutionen, die bereits jetzt im Bereich (digitaler) Medienkompetenzen, formaler, non-formaler und informeller Bildung einen großen Beitrag leisten.

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Parallel dazu möchte ich auf einen kurzen Beitrag von James Cory-Wright hinweisen, der sich die Frage stellt 2017: Where will it all trend? und dabei vor allem die Videoproduktion im Auge hat. Wenn man den Text genau liest, spielt auch hier das Urheberrecht eine wichtige Rolle, was implizit Open Educational Resources fordert bzw. mitdenken lässt.

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Diese wiederum hat Jöran Muuß-Merholz (@JoeranDE) in seinem Beitrag OER auf der Agenda? Das KMK-Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt” behandelt und ein tl;dr liefert. Die aktuelle Prominenz des Themas zeigt jedenfalls seine Aktualität und Wichtigkeit.

Freitag, 20. Januar 2017

Frontalunterricht vs. Offener Unterricht: Muss ich mich entscheiden?

Wer sich jetzt eine Aufzählung der Stärken und Schwächen beider Formen des Unterrichts erwartet, wird enttäuscht. Ich nutze vielmehr einen kurzen Post, um ein paar Gedanken loszuwerden, die mir beim Durchlesen des Beitrags Grazer Uni-Professorin: „Schlechter Frontalunterricht ist mir immer noch lieber als schlechter Offener Unterricht“ gekommen sind.

Ich möchte vorausschicken, dass ich dem Artikel ja grundsätzlich zustimme, das Interview nicht kenne und der knackige Titel auch bei mir dafür gesorgt hat, dass ich den Beitrag lese. Jetzt bin ich natürlich auch keine Expertin im Primarstufenunterricht, aber ich sehe in der Lehramtsausbildung der Sekundarstufe doch auch immer wieder, dass die (zukünftigen) Lehrenden immer wieder straucheln, wenn es um die Konzeption von Unterrichtseinheiten geht, weil ihnen gesagt wurde, Frontalunterricht sei quasi verboten und man müsse offene und individualisierte Formen bevorzugen. Nun, es mag schon stimmen, dass Frontalunterricht seine Schwächen hat, aber das hat offener Unterricht, wie auch oben genannter Artikel verdeutlicht, auch.

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Die Ausschließlichkeit macht, meiner Meinung nach, den Unterschied aus. Oder eben die Mischung. Guter Unterricht - und ich werde sicherlich auch irgendwann dazu kommen, für mich hier zu definieren, was ich unter "gutem" Unterricht verstehe (siehe #EDchatDE Nr. 155) - ja, guter Unterricht besteht aus Phasen der Instruktion und der Konstruktion. Diese sollen einander abwechseln, Hand in Hand gehen und einem klaren Konzept folgen. Beides eignet sich nicht als Stand-Alone-Lösung, beides bedarf des anderen.


Und so sind auch Drill & Practice-Übungen nach Vorbild Skinners manchmal, unter bestimmten Umständen, in einem definierten Setting gut. Pauschalverurteilungen und -meinungen bringen nichts, sie bringen uns vor allem nicht weiter.

Die Kunst, guten und effektiven oder sogar effizienten Unterricht zu gestalten oder ermöglichen, liegt darin, einen abwechslungsreichen Unterricht zu konzipieren, der für unterschiedliche Lernende ("Multiple Intelligences") unterschiedliche Materialien ("Binnendifferenzierung" oder "Individualisierung") anbietet, die Lernenden ins Zentrum rückt, ihnen die Möglichkeit des Austauschs, der Kollaboration, Kommunikation und Interaktion gibt, und gleichzeitig auch Phasen der Immersion durch Instruktion schafft ("Sandwich-Methode"). Dabei soll der Unterricht weder über- noch unterfordern. Manchmal ein echter Balanceakt...

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Manchmal, ja manchmal, da möchte man einfach nur "berieselt" werden, möchte in ein Thema eintauchen, vielleicht auch eingetaucht werden. Oder vielleicht denke nur ich so - ich habe Vorlesungen und Seminare an der Universität, wenn sie abwechselnd am Plan standen, durchaus genossen. Manchmal, gerade bei guten, ansprechenden Vortragenden, wollte ich einfach nur zuhören, manchmal, bei spannenden Themen und Arbeitsaufträgen wollte ich einfach nur mit der Arbeit loslegen... Die Mischung und das didaktische Konzept machen den Unterschied.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Lernen in einer Welt voll Ablenkungen?

Seien wir ehrlich: Unser Alltag hat sich in den letzten Jahren verändert. Auf den unterschiedlichen Social Media-Kanälen lesen wir davon, dass wir in einer anderen Generation aufgewachsen sind, viel draußen gespielt haben und unser Leben ohne Smartphone und Internet, dafür mit einem Vierteltelefon, das immer besetzt war, und der Möglichkeit, bei seinen Freundinnen und Freunden und Verwandten jederzeit vorbeizuschauen. Manchmal eben ohne Erfolg.

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Gleiches trifft wohl auf das Lernen zu. Es ist anders, muss anders sein. Wir können theoretisch immer und überall lernen, aus bzw. mit unterschiedlichen Quellen. Wir können nachschlagen, wenn wir etwas nicht wissen. Wir finden immer und überall Unterhaltung. Und gleichzeitig lenkt uns das vom Lernen ab. Also vom vorgegebenen (formalen) Lernen. Sir Ken Robinson zeigt in einem seiner zahlreichen Talks sehr deutlich, wie sich das Schulsystem jedoch eben nicht verändert hat.

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Er bereitet den Inhalt beinahe populärwissenschaftlich auf, polarisiert sicherlich. Dennoch steckt ein Fünkchen Wahrheit dahinter. Wir trainieren auf standardisierte Tests, die Kreativität geht dabei oft verloren, oder wird zumindest in den Hintergrund gedrängt. Uns wird vorgegaukelt, es gäbe nur eine richtige Lösung. Entweder-Oder, Schwarz-Weiß, Richtig-Falsch. Doch was liegt dazwischen? Wie viele Wege gibt es, sich einer Frage oder Problemstellung anzunähern? Ersticken wir im Unterricht wirklich die Kreativität, wie Sir Ken Robinson sagt?

Bis zum einem gewissen Grad sicherlich schon. Und gleichzeitig werden wir über unsere Art und Weise, uns zu informieren, in eine Filterblase gesteckt. Wir scrollen durch Social Media-Kanäle, lesen oftmals nur die Headlines, entscheiden vielleicht aufgrund der Länge eines Beitrags darüber, ihn zu lesen oder nicht. Und dabei werden wir leicht abgelenkt ("Learning in The Age of Digital Distraction"). Formales Lernen trifft auf informelles Lernen. Lernen kann generell immer und überall passieren.

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Die Quellen, die wir durchscrollen, ansehen oder auch lesen, werden durch unterschiedliche Algorithmen in unsere Timelines gespielt. Wir haben das Gefühl, sie selbst auszusuchen, dabei fallen wir einer Vorauswahl zum "Opfer", die Vielfalt geht verloren.

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Und wir sind uns dessen vielleicht gar nicht bewusst. Sollten wir aber. Und wir sollten uns darüber unterhalten. Wir sollten als Lehrpersonen gezielt darauf hinweisen. Aber eigentlich mussten wir das schon immer. Medien sind nicht immer objektiv, maximal objektiviert. Egal ob Printmedien, hinter denen Verlage, Parteien oder andere Einrichtungen stehen, oder Fernsehsender, die einer größeren Medienfirma angehören, oder auch das Internet. Immer schon mussten wir Medien, ihre Beiträge und Quellen bewerten. Die Vielfalt war kleiner, die Zugänglichkeit ebenfalls. In einem Haushalt gab es eine Tageszeitung und nicht unendlich viele, wie heute. Es gab einige wenige Fernseh- und Radiosender. Und es gab wenige Presseagenturen, die die Inhalte, die Bilder und Texte, lieferten. Dessen waren wir uns vielfach nicht bewusst. Wir wurden aber schon damals „manipuliert“.

Heute werden wir darauf hingewiesen. Und es ist auch nötig. Weil es viel mehr Möglichkeiten der Manipulation von Materialien, wie Bildern, gibt, die viel mehr Menschen (und nicht mehr nur einigen wenigen Spezialistinnen und Spezialisten) zugänglich sind. Weil wir eben nicht hinterfragen, nicht kritisch genug sind, uns nicht die Zeit nehmen, etwas in die Tiefe zu lesen. Je reißerischer, desto eher erhält man die Aufmerksamkeit. Man denke hier an die Überschriften der Huffington Post (und eine knappe Analyse dazu und eine zweite ausführliche, die dem Phänomen auf den Grund geht). Oder aber an Satirezeitschriften, die sich doch großer Beliebtheit erfreuen (ob sie von allen als solche erkannt werden, kann ich nicht sagen). 
Quelle: Pixabay (CC0)
Wir brauchen die notwendigen Kompetenzen, um Relevantes von Irrelevantem zu trennen, um Quellen nach wahr und falsch zu bewerten, um unser Leben zwischen dem Virtuellen und dem Realen zu organisieren. Und das sind nicht unbedingt digitale Kompetenzen (wie definiert sich hier denn übrigens "digital"?)... 

In diese Kerbe schlägt auch Gerhard Brandhofer (@rationalekritik) in einem Interview, das gestern in der österreichischen Tageszeitung Der Standard erschienen ist. Er hat Recht. Das hatte auch Bob Blume (@blume_bob) in seinem Blogbeitrag Kleine Kritik am digitalen Diskurs.Wenn von den 4Cs (Critical Thinking and Problem Solving, Collaboration, Communication und Creativity) die Rede ist, dann sind das zwar die sogenannten 21st century skills, oftmals auch als digital literacy bezeichnet oder zumindest in ihrem Umfeld erwähnt, doch sind es Kompetenzen, die wir auch im 20th und im 19th century benötigt haben. Vielleicht war es damals selbstverständlich…. Vielleicht hat man auch nur nicht darüber gesprochen… Und als letzten Gedankenanstoß ein Tweet von A.R. Krommer (@mediendidaktik_):

Dienstag, 17. Januar 2017

Von Windmühlen, Sirenen und Eisbergen...

Social Media-Kanäle sind doch was Feines. Sie bieten Information, Unterhaltung und Abwechslung. Und gleichzeitig sind sie doch auch ganz böse, den sie liefern Information, Unterhaltung und Abwechslung. Wie jetzt?!? Angeregt durch einen einfachen Tweet und eine längere gebloggte Antwort ein paar Zeilen über das Lehrerdasein in einer "digitalen" Welt.


Nun, wir leben in einer Filterblase, in der Nachrichten für uns vorsortiert werden. Wir folgen bestimmten Menschen, die wir uns aussuchen. Und jenen, die die Social-Media-Kanäle für uns aussuchen.

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In Listen, Gruppen oder Kreisen können wir für uns eine eigene Auswahl treffen. Um aus dem ausgefilterten zu filtern, brauchen wir Kompetenzen. Die 4Cs (Critical Thinking and Problem Solving, Comunication, Collaboration und Creativity) zum Beispiel. Oder auch andere. Wir müssen lernen, relevante von irrelevanten Nachrichten zu unterscheiden. Ebenso die wahren von den falschen. Fake News, Lügenpresse… Alles Schlagworte der letzten Zeit, die Teil unserer Lebensrealität geworden sind. Wem können wir glauben, wenn wir nicht mal mehr sicher sein können, dass die Nachrichten, die wir lesen, auch wirklich von Menschen und nicht von sogenannten Bots geschrieben sind. Denkt mal an de Blahfaselgenerator (aktualisiert einfach euren Bildschirm). Ich finde, er ist nach wie vor ein gutes Beispiel für leere Worthülsen, die sich in so mancher populärwissenschaftlichen Publikation finden. Digitale Demenz als Schlagwort…

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Und Lehrpersonen müssen sogar noch einen Schritt weiter gehen. Sie müssen sich zusätzlich die Kompetenz aneignen, derartige Kompetenzen zu vermitteln. Sie müssen Settings schaffen, um Medienkompetenzen zu schulen und zu stärken, zu entwickeln und zu fördern. Dafür müssen sie sich diese Kompetenzen aber selbst aneignen. Und vieles kann man sich dabei nicht einfach anlesen. Eine gewisse didaktische Kompetenz liegt in unserem Genpool - oder eben nicht, wie Sir Ken Robinson richtig zeigt.

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Sir Ken Robinson stellt das Schulsystem infrage, dem sicherlich einige Reformen nicht schaden würde. Nicht selten stellen sich aber vor allem die Lehrer/innen infrage. Wir stellen uns und unsere Fähigkeiten in Frage. Wir stellen vielleicht sogar die Sinnhaftigkeit unseres Tuns infrage oder auch uns als Persönlichkeiten. Lehrer/innen haben es doch leicht. Sie nehmen das Schulbuch, schlagen es dort auf, wo sie es in der letzten Stunde geschlossen haben, überlegen sich – der bekannten Schwellenpädagogik folgend – beim Eintritt in die Klasse, wie die folgende Stunde verlaufen wird. Frontalunterricht oder Stillarbeit inklusive. Oder? Nicht?!? Vielleicht schnappen sie auch ihr iPad und lesen von diesem die Unterrichtsinhalte vor. Auf Twitter habe ich dazu gerade eine spannende Diskussion gelesen. Ausgelöst von einem kurzen Tweet, keine 140 Zeichen, von Lisa Rosa (@lisarosa).

Ja, solche Lehrer/innen mag es geben. Das kann man nicht leugnen, das kann man nicht schön schreiben. Aber es gibt auch schief schneidende Friseure und Bücher hassende Bibliothekare.

Quelle: Pixabay (CC0)
Gegen diese Windmühlen oder gar nur ihr Abbild kämpfen sie dann, die Einzelkämpfer/innen. Die Enthusiasten und Enthusiastinnen, die das Gute und Innovative sehen. Die sich für die Schüler/innen interessieren, denen die Sache am Herzen liegt. Wie Don Quijote kämpfen sie gegen Chimären an. Oder auch Sirenen. Dann wären sie aber Odysseus. Und so mancher Weg gleicht wohl wirklich einer Odyssee. Sie leisten viel, doch fehlt die Anerkennung. Beispiele gefällig?


  • Das Team hinter dem #EDchatDE steckt viel Freizeit und Leidenschaft in die Sache und wird dennoch immer öfter durch Trolle angegriffen. Sie nörgeln, sie provozieren und liefern wenig Konstruktives. Sie sind jedenfalls Realität.
  • Ein einzelner organisiert seit Jahren Webinare, mittlerweile Globinare, an denen Interessierte aus der ganzen Welt teilnehmen. Jede Woche, mehrfach. Und dazu kommt nach jedem Webinar ein nachbereitendes Mail mit allen Materialien und der Webinar-Aufzeichnung. Und dazu kommt auch ein für Fremdsprachenlehrende beinahe unverzichtbarer Newsletter. Danke, Jürgen, für deinen Einsatz und die Zeit, die du in uns steckst.
  • Und dann gibt es all jene, die sich dagegen aussprechen, dass immer nur über Tools gesprochen wird. Und nicht über die Methoden und die Lernziele. Wohin will ich? Was sollen meine Schüler/innen können? Was sollen sie wissen? Was sollen sie aus dem Unterricht mitnehmen? Diese Fragen entscheiden über die Wahl der Methode und diese wiederum beeinflusst die Wahl des Werkzeugs. Ob analog oder digital. Ob klassisch oder ausgeflippt. Das Lernziel legitimiert die Methode legitimiert den Werkzeugeinsatz. Und nicht umgekehrt. Danke, Thomas, für deine Inspiration in diesem Feld, die du mir von Anfang an hast zukommen lassen. Thanks, Alastair, for your incredibly critical and inspiring thoughts.
  • Und dann gibt es noch diejenigen, die mit scheinbar lustigen Sprachspielen die Welt ausdrücken. Aphorismen, von La Bruyère, La Rochefoucauld, Nietzsche bis hin zu Bob Blume, beleuchten die Welt kritisch, hinterfragen das System, stellen es infrage, rütteln und wecken auf. Und vielfach werden sie dafür eher gescholten, wenig verstanden, infrage gestellt. Und dennoch lassen sie in uns einen Funken, der uns die Augen öffnet, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen.

Einige zerreiben sich am System, einige reiben sich auf, bleiben aber dennoch. Viele sind Lehrer/innen oder waren es, die immer noch an eine Sache glauben. Und am wichtigsten ist es wohl, an wirklich eine Sache zu glauben: sich selbst. In all der Geschäftigkeit der Zeit vergessen wir nicht selten auf uns. Wir netzwerken, setzen im Sinne des Konnektivismus Knotenpunkte, vernetzen uns zunehmend. Nur eines sollten wir dabei nicht vergessen: Uns selbst. Und manchmal braucht man ein Netzwerk, das uns zurückholt, uns auffängt und uns daran erinnert, was wir wert sind und was wir leisten.

Quelle: Pixabay (CC0)
Ich lege hier mein Netzwerk, das Netz, das mich auffängt, nicht namentlich offen. Es fühlt sich auch so angesprochen. Es sind eine Hand voll Freunde (sowohl in den sozialen Netzwerken, in denen ich aktiv bin, als auch im realen Leben), die sich dafür die Zeit nehmen. Sie sind es, die uns und vor allem mir die Kraft und Energie geben, gegen die Windmühlen zu kämpfen, die Eisberge zu umschiffen, mit gutem Beispiel voranzugehen, neue Wege zu gehen und weiterzumachen. Sie holen mich aber auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn ich den Sirenen zu erliegen drohe. Und es sind auch die Schüler/innen und Studierenden, die einem so viel zurückgegeben und von denen wir so viel lernen (können).