Mittwoch, 24. September 2014

The top 100 Tools for Learning (zusammengestellt von Jane Hart)

Wie jedes Jahr hat Jane Hart auch heuer wieder ihre bekannte Liste mit den Top 100 Tools for Learning zusammengestellt. Hier die Präsentation der Tools:



Die Auswahl erfolgt über ein Ranking von Userinnen und Usern, die ihre 100 liebsten Tools bekannt gegeben haben. Dies erklärt auch die Heterogenität der ausgewählten Tools - von Powerpoint über Moodle bis Prezi, von Flickr über Coursera bis Kahoot! ist alles dabei.

Wer also auf der Suche nach erprobten Tools ist, wird in dieser Sammlung sicher fündig.

Donnerstag, 11. September 2014

Lerntypen, Lernstile oder wie auch immer...

Ich mag die Idee von Lerntypen. Das möchte ich gleich vorweg klar stellen. Es gibt Diskussionen, ob es Lerntypen gibt oder nicht und ob man seine Lehre in Hinblick auf diese Lerntypen gestalten soll. Und vielleicht sollte man sie auch nicht Lerntypen nennen, sondern Lernstile? Egal, wie man die Sache nennt, es gibt einfach unterschiedliche Kanäle, über die wir bevorzugt wahrnehmen und Wahrgenommenes abspeichern. Ich weiß für mich, dass ich zwar immer wieder als visueller Typ eingestuft werde, dass mir aber das laute Lesen und das Markieren von Elementen sehr viel geholfen hat. Zum Exzerpieren hat meistens die Motivation nicht gereicht, aber das ist eine andere Sache... Und deshalb versuche ich auch meine Unterricht immer so zu gestalten, dass unterschiedliche Kanäle angesprochen werden. Somit kommt Abwechslung ins Spiel und die ist ja bekanntlich im Unterricht nicht schlecht (Lerntypen hin oder her).

Vielleicht gefällt mir aus diesem Grund auch der Ansatz Howard Gardner so gut, der meint: 'Multiple intelligences' are not 'learning styles' und seine Theorie der multiplen Intelligenzen auch darlegt. Vielleicht ist es nur eine neue Art etwas Altes zu benennen, also quasi alter Wein in neuen Schläuchen oder Fässern (ich mag dieses Bild). Aber ich denke, dieser Ansatz ist jedenfalls einer Beachtung würdig. Und irgendwie ist es absurd, dass die Theorie der multiplen Intelligenzen auch wieder auf Lernstile herunter gebrochen wird.

Also alles beim  Alten, oder wie? Fast, denn in den meisten Fällen wird von drei bis fünf Lern- oder Wahrnehmungstypen (auch hier wird das eine auf das andere zurückgeführt oder umgelegt) gesprochen. Visuell, auditiv und kinästhetisch ist immer dabei, dem VAKOG-Modell folgend kommen auch olfaktorisch und gustatorisch hinzu. Gardner aber geht von sieben verschiedenen Intelligenzen aus, aus denen sich sieben Lernstile ableiten lassen. Dabei kommt die interpersonale und die intrapersonale Ebene genauso hinzu wie die mathematisch-logische. Es wird also auch berücksichtigt, dass das Lernen in Gruppen nicht für alle gleich gut funktioniert und dass es auch sinnvoll sein kann, Dinge alleine zu erarbeiten. Gleichzeitig wird aber gerade dieser soziale Aspekt auch herausgestrichen, was im Zusammenhang mit Sozialen Netzwerken und in Hinblick auf die Lerntheorien des Konstruktivismus und Konnektivismus spannend ist. Dabei werden gerade so alte Meinungen wie "Beim Lernen sollst du keine Musik hören." oder "Stillarbeit ist sehr fruchtbar." (ja, sowas habe ich im Unterricht noch gehört) vielleicht nicht widerlegt, aber dennoch relativiert: Denn jede/r hat seinen/ ihren eigenen Lernstil. Und daraus folgt: Was für mich gut ist, muss für dich nicht unbedingt auch gut sein. Eine alte Weisheit, aber wahr...

Mittwoch, 10. September 2014

Lehren und Lernen im virtuellen Raum #gmw14

Im Rahmen der #GMW14 haben wir uns ausgiebig mit Lehr- und Lernräumen beschäftigt und irgendwie lässt mich diese Diskussion auch nicht mehr los. Wir hatten uns ja dafür entschieden, unsere Präsentation zum Beitrag Lehren und Lernen im virtuellen Raum im Flipped Conference-Modus abzuhalten. Deshalb formulierten Michael Kopp und ich vorab einige Fragen, die dann im Plenum diskutiert werden sollten.



Eine der Fragen war die folgende: Sind Hochschulen auf das Lehren im virtuellen Raum vorbereitet? Zu unserer Überraschung ging die Diskussion eher auf die inhaltliche Ebene und weniger auf die Rahmenbedingungen ein.  In diesem Zusammenhang spannend ist der Beitrag Is the classroom model appropriate for teaching in a digital age? Hier wird – wie so oft – darauf eingegangen, dass die traditionelle Klassenzimmer- oder Hörsaallehre nicht eins-zu-eins auf den virtuellen Raum umzulegen ist. Beide Formate haben ihre Stärken und Schwächen und im Sinne des Blended-Learning-Konzepts ist es sinnvoll, sich die Stärken der beiden Settings zunutze zu machen und damit eine hybride Lehr- und Lernumgebung zu schaffen, die die Studierenden in ihrem Lernprozess unterstützt.

Diese Unterstützung des Lernprozesses ist dabei nicht nur im Sinne der Schaffung eines geeigneten Lernraumes zu verstehen, sondern auch in der Schaffung eines geeigneten Mobiliars für diesen Lernraum. Was hilft ein schönes Wohnzimmer, wenn die Couch furchtbar ungemütlich ist? Auch die Lehr- und Lernressourcen sollten dementsprechend funktional und doch so „gemütlich“ sein, dass ein Verweilen oder auch tiefes Lernen ermöglicht wird. Und was nutzt ein schönes Wohnzimmer, wenn die Türe immer versperrt bleibt oder vor der Türe Möbel stehen, die ein Vorbeikommen verhindern?

Montag, 8. September 2014

Alte und neue Lernräume...

Die  #GMW14 stand ganz im Zeichen von Lehr- und Lernräumen. Dabei wurde die Raummetapher verständlicherweise ständig bemüht, ohne jedoch, was sich im Laufe der Diskussionen herausstellte, ein einheitliches Raumverständnis zu haben. Woran es immer wieder hakt, ist eine eindeutige Definition unterschiedlicher Begrifflichkeiten, nicht nur in unterschiedlichen Sprachen.

Wie sieht der Lehr- und Lernraum der Zukunft aus? Vielleicht wie der beschriebene Classroom of the Future? Handelt es sich dabei um keinen physischen sondern einen virtuellen Raum? Dabei stellt sich zum heutigen Zeitraum die Frage Why do so many Moodle courses suck? Nik Peachey versucht, die Frage zu beantworten und liefert einige interessante Hinweise dahingehend, Moodlekurse ansprechend zu gestalten. Dass virtuelle Lernräume ihre Stärken haben, ist unbestritten, dass ein Eins-zu-Eins-Transfer alter Strukturen nicht möglich ist, unterstreicht Jörn Loviscach.

Aber nicht nur der Lehr- und Lernraum hat sich zu verändern, sondern auch das Verhalten der Lehrenden und Lernenden. Self-Regulation ist dabei nur eine der Kernkompetenzen des/der Lernenden des 21. Jahrhunderts. Auch Informationskompetenz spielt eine zentrale Rolle, genauso wie die Frage nach der digitalen Identität und der Privatssphäre, wie danah boyd sie stellt. Ändert sich meine Privatsphäre beim Lernen im virtuellen Raum?

Freitag, 5. September 2014

Didaktisierung von Videos zum Einsatz in (x)MOOCs (#GMW14)

Also eigentlich hätte ich ja nicht damit gerechnet, vor vollem Haus sprechen zu dürfen: Mein Vortrag war quasi der letzte am letzten Tag, gleich nach der Mittagspause – Suppenkoma inklusive. Aber siehe da, der Lehrraum war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt. Und das anwesende Publikum konnte eine Impro miterleben, wie sie fast schon irgendwie typisch ist. Nachdem bei der EDULEARN14 in Barcelona während meines Vortrags der PC meinte, er müsse w.o. geben, war es in Zürich auf der #GMW14 der fehlende Präsentationsrechner, der mich vor kleine Probleme stellte. Auch mein lädierter Laptop weigerte sich, die Videos in meiner Präsentation abzuspielen, und was soll bitte schön eine Präsentation über Videos ohne Videos? Also griff ich zum Tablet, Ton exklusive, denn den brachten wir nicht zum Laufen.


Schwamm drüber, die Präsentation war zumindest zu sehen – und während der Präsentation fielen mir dann auch gleich mal zwei Fehler auf, die ich gleich mal berichtigen möchte: Das Video aus dem Hanse-MOOC steht unter einer CC-Lizenz. Andreas Wittke von der FH Lübeck hat das Video kurzfristig für mich umgestellt, wie er auch in seinem Blog dokumentiert. Danke dafür :-) Ich habe ganz allgemein versucht, nur Videos zu finden, die unter einer CC-Lizenz stehen und aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Einzige Ausnahme ist das Video der Khan Academy und das in beiden Punkten.

MOOCs sind prinzipiell offene Kurse und da sollte wohl auch der Offenheitscharakter auf die Materialien zutreffen. Aber das trifft auf nicht soooo viele Videos zu. Bei iMooX stehen alle Kursmaterialien, sofern nicht Verlinkungen, unter einer CC-Lizenz, auch die Videos des MOOCs der Uni Hildesheim sind unter CC-BY-NC-SA vorfügbar und auch der zweite Durchgang des Hanse-MOOCs als Welt der Hanse (Start am 6. Oktober auf iversity) setzt auf CC-BY.

Der zweite Fehler betrifft den Slideshare-Link in der Präsentation. Das ist schlichtweg der falsche Link. Ich versuche gerade, die Folien auf Slideshare auszutauschen, aber das funktioniert irgendwie nicht. Ich bleibe aber auf alle Fälle dran.

Licenses And Creative Commons by Lisa, Kevin, Anne is licensed under CC-BY-SA

Was ich an dieser Stelle auch noch einfügen möchte, ist das Video des Copyright-MOOCs, das ich erwähnte. Bei mir hatte es wirklich den „Das ist so bemüht, das schau ich mir weiterhin an“-Effekt. Vielleicht sehen das andere anders, aber bei mir war’s so.

Montag, 1. September 2014

Open Education Handbook

The coordinators of the Open Education Handbook are looking for contributors and feedback. As it is a collaboratively written document contributors are always welcome. As the handbook targets people who are interested in  Open Education the project coordinators look for people who want to share their knowledge with others.