Mittwoch, 25. März 2015

iMooX, Mooin und das neue Lehren?

Am Montag fand an der Universität Graz das Symposium „ Wie verändern MOOCs die Hochschullehre?“ statt. Dabei wurde nicht nur die Grazer MOOC-Plattform iMooX (www.imoox.at) allen Anwesenden vorgestellt, sondern auch ein Überblick über die Erkenntnisse des Projekts geliefert, aus dem heraus iMooX entstanden ist. Mittlerweile gibt es über 5000 angemeldete User/innen, 17 unterschiedliche Kurse (wobei einige davon schon mehr als ein Mal gelaufen sind), je ein MOOC ist Basis einer Wahlfach- und Pflichtlehrveranstaltung an der Universität Graz bzw. TU Graz. Ein Großteil der Teilnehmer/innen ist über 35 Jahre, die Erhebungen und auch die Erfahrungen zeigen, dass die MOOCs vor allem auch von jenen begrüßt werden, die Flexibilität wollen oder brauchen, weil sie Betreuungspflichten haben, wenig mobil oder berufstätig sind oder den MOOC bzw. Teile eines MOOCs einfach nur aus Interesse machen. Die Abschlüsse sind dennoch beachtlich. Ausführliche Informationen finden sich in der Präsentation zur Vorstellung auf Slideshare.

Noch viel spannender als das bisher Geschehene ist aber das Zukünftige. Wie geht es mit iMooX nach Projektende weiter? Und da hat uns unser lieber Lübecker Kollege Andreas Wittke in seinem Vortrag Best Practice MOOCs Beispiele der FH Lübeck (ebenfalls auf Slideshare verfügbar) so einiges verraten. Es wird eine Kooperation zwischen iMooX und der Lübecker Plattform, nämlich Mooin (https://mooin.oncampus.de) geben. Beiden Plattformen ist das Streben nach Open Educational Resources gemeinsam. Und das zeichnet sie auch aus. Und wenn man den Hanse-MOOC ansieht, der gerade auf Mooin läuft, dann zeichnet gerade Mooin noch eine zweite Sache aus, nämlich der Storytelling-Aspekt. Ich habe den Hanse-MOOC schon im ersten Durchlauf absolviert und fand ihn wahnsinnig inspirierend. Die Videos sind gut gemacht, die Struktur war einladend, die Badges, die man erwerben konnte, überaus motivierend. Und so habe ich ihn auch fertig gemacht, was nicht bei jedem MOOC so ist (mittlerweile bin ich sogar Hanse-Botschafterin, was mich besonders freut). Und der nächste – für mich – interessante MOOC startet am 30.3.: der Video-MOOC.
Um zum Symposium zurückzukommen: In der anschließenden Podiumsdiskussion und eigentlich am ganzen Abend hat sich gezeigt, dass MOOCs eine Ergänzung der Hochschullehre sind, diese aber nicht ersetzen (können/sollen). Vielmehr sind sie wichtiger Teil einer Weiterbildungsphilosophie bzw. durch den Flipped Classroom auch eine Möglichkeit, ein tieferes Verständnis für gewisse Themen zu generieren, indem der Wissenserwerb im Sinne der Fakten aus dem Unterricht ausgelagert werden und Platz für Diskussion, Reflexion und somit auch Wissenskonstruktion „beyond the facts“ erreicht werden kann. Die didaktische Gestaltung wie auch Einbettung sind zentral, wodurch auch die Thesen von Saskia Handro, Bardo Herzig und Christoph Pallaske bestätigt sind, die sich in Das kleine 3×3 der digitalen Didaktik mit ebendieser auseinandersetzen. Wie so oft bedarf es keiner speziellen Didaktik, sondern einfach eines Blickes über den Tellerrand.

Donnerstag, 12. März 2015

Tag der Informatik Fachdidaktik 2015 (Graz)

Gestern fand der alljährliche Tag der Informatik Fachdidaktik des Regionalen Fachdidaktikzentrums Informatik an der Pädagogischen Hochschule Steiermark statt. Obwohl ich keine Informatikerin bin, nehme ich jedes Jahr als Mediendidaktikerin teil und halte auch immer mindestens einen Workshop. Zielgruppe sind (zukünftige) Informatiklehrer/innen – nicht nur aus der Steiermark. Der Austausch ist immer sehr rege und das Wiedersehen „alter“ Bekannter ist mir immer eine große Freude.

Besonders gespannt war ich im heurigen Jahr auf die Keynote von Gerhard Brandhofer unter dem Titel Die digitale Bildung unserer Kinder und mögliche Beeinträchtigungen durch die Schule. Der Titel war schon alleine vielversprechend und wir Zuhörer/innen wurden nicht enttäuscht. Gerhard Brandhofer sprach sich in einem sehr kurzweiligen, informativen und gleichzeitig unterhaltsamen, Beitrag dafür aus, sich von den überlieferten digitalen Dogmen zu lösen und endlich den Blick frei zu haben für die wirklich wichtigen Dinge. Also weg von der Device-Frage, weg vom Mythos der Digital Natives und dem starren Korsett der Lerntheorien. Ich kann dafür virtuell nur ein großes GEFÄLLT MIR geben. Allzu oft werden wir in unserem Handeln von dogmatischem Denken behindert.

Hier die ansprechenden Slides zum Vortrag und ein Link auf den Blog mit weiterführenden Literaturhinweisen.

Im Anschluss an Gerhards Vortrag war nicht nur Zeit für den persönlichen Austausch, sondern auch die zwei Workshops, die ich gemeinsamen mit meinen Kollegen Roland Radlinger und Gerald Geier halten durfte. In der Vormittagssession ging es gemeinsam mit Roland um das Thema Von der Idee zum Kurzvideo (wobei uns die Technik einen ziemlichen Strich durch die Rechnung machte und sich wieder einmal zeigte, dass der Plan B absolut empfehlenswert ist), am Nachmittag präsentierten Gerald und ich eine kleine Auswahl Best of Mobile Apps (for education) und ließen dabei so einiges ausprobieren.

Mein Resümee des Tages: Jederzeit wieder! :-)

Freitag, 6. März 2015

Wordle Advanced

Immer wieder habe ich mir vorgenommen, was zu Wordle Advanced zu posten, denn die Möglichkeiten, die diese von vielen nicht genutzte Erweiterung des klassischen Word Cloud Generators Wordle bietet, sind vielzählig. Wordle als Tool zur Frequenzanalyse gibt ja normalerweise die Größe von Wörtern innerhalb der Word Cloud in Abhängigkeit zur Frequenz des jeweiligen Worts im Text an. Tritt ein Wort häufiger auf, wird es größer geschrieben, seltene Wörter sind klein geschrieben. Die Farbzuteilung ist dabei willkürlich. Einzelne Wörter erhalten von Wordle unterschiedliche Farben zugewiesen.

Will man nun aber einzelne Wörter größer schreiben und einzelnen z.B. Wortarten eigene Farben zuweisen, so lässt sich das über Wordle Advanced vornehmen. Eine Erklärung, wie das genau funktioniert, liefert die Seite gleich mit. Und als Hilfe hier eine Farbtabelle, um die richtigen Farbcodes (Spalte "HEX") zu finden. Ein paar Tipps und Tricks und auch Anleitungen finden sich auch im Internet. So auch dieses Video (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=lfxJ0gu1ICc):


Also viel Spaß beim Wordlen :-)

Donnerstag, 5. März 2015

Writing in English und überhaupt

Wissenschaftliches Schreiben ist eine harte Sache und so manche/r erschaudert, wenn er/sie daran denkt, einen wissenschaftlichen Text schreiben zu müssen. Schreibblockaden und Prokrastination sind nicht selten die Reaktion. Die ersten Zeilen auf das Blatt Papier zu bekommen, ist ganz schön schwierig und auch sonst kann sich so manche Hürde ergeben.

Ich habe mir aus diesem Grund ein paar Webseiten zurechtgelegt, die ich nicht nur selbst nutze, sondern auch meinen Studierenden zur Verfügung stelle, wenn es darum geht, sie auf Proseminararbeiten oder andere schriftliche Arbeiten vorzubereiten. Dabei ist es klar, dass in unterschiedlichen wissenschaftlichen Communities eigene Regeln gelten und dass eine Pauschalierung schwierig ist. Aber zumindest das Grundhandwerkszeug lässt sich aus den folgenden Seiten ableiten:
Was das Schreiben auf Englisch betrifft, so können die folgenden Seiten hilfreich sein: