Montag, 23. Januar 2017

Es tut sich was in der Bildungslandschaft...

Heute ist sie also veröffentlicht worden, die Die digitale Strategie der österreichischen Bundesregierung, kurz: Digital Roadmap. Gleich an erster Stelle kommt die Bildung, die durch den Einsatz digitaler Medien und aktueller mediengestützter Lehr- und Lernszenarien den Aufbau und die gezielte Förderung digitaler Medien- und Methodenkompetenzen leisten/bringen soll. Open Educational Resources werden dabei ebenso genannt, wie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrenden im Sinne der Fach- und Mediendidaktik. Für den Einsatz digitaler Medien in der Schule und der PädagogInnenbildung sollen auch die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Ein wirklich spannendes Papier (digital veröffentlicht und verbreitet), das den Schritt in die Richtung zeigt und hoffentlich durch die schrittweise Umsetzung auch ebnet. Das Forum neue Medien in der Lehre Austria (@fnm_at) und die Virtuelle Pädagogische Hochschule (@virtuelleph) werden ebenso explizit genannt wie der ab März auf iMooX (@iMooXst) verfügbare Erwachsenenbildungs-MOOC (#ebmooc17). Drei Institutionen, die bereits jetzt im Bereich (digitaler) Medienkompetenzen, formaler, non-formaler und informeller Bildung einen großen Beitrag leisten.

Quelle: Pixabay (CC0)
Parallel dazu möchte ich auf einen kurzen Beitrag von James Cory-Wright hinweisen, der sich die Frage stellt 2017: Where will it all trend? und dabei vor allem die Videoproduktion im Auge hat. Wenn man den Text genau liest, spielt auch hier das Urheberrecht eine wichtige Rolle, was implizit Open Educational Resources fordert bzw. mitdenken lässt.

Quelle: Pixabay (CC0)
Diese wiederum hat Jöran Muuß-Merholz (@JoeranDE) in seinem Beitrag OER auf der Agenda? Das KMK-Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt” behandelt und ein tl;dr liefert. Die aktuelle Prominenz des Themas zeigt jedenfalls seine Aktualität und Wichtigkeit.

Freitag, 20. Januar 2017

Frontalunterricht vs. Offener Unterricht: Muss ich mich entscheiden?

Wer sich jetzt eine Aufzählung der Stärken und Schwächen beider Formen des Unterrichts erwartet, wird enttäuscht. Ich nutze vielmehr einen kurzen Post, um ein paar Gedanken loszuwerden, die mir beim Durchlesen des Beitrags Grazer Uni-Professorin: „Schlechter Frontalunterricht ist mir immer noch lieber als schlechter Offener Unterricht“ gekommen sind.

Ich möchte vorausschicken, dass ich dem Artikel ja grundsätzlich zustimme, das Interview nicht kenne und der knackige Titel auch bei mir dafür gesorgt hat, dass ich den Beitrag lese. Jetzt bin ich natürlich auch keine Expertin im Primarstufenunterricht, aber ich sehe in der Lehramtsausbildung der Sekundarstufe doch auch immer wieder, dass die (zukünftigen) Lehrenden immer wieder straucheln, wenn es um die Konzeption von Unterrichtseinheiten geht, weil ihnen gesagt wurde, Frontalunterricht sei quasi verboten und man müsse offene und individualisierte Formen bevorzugen. Nun, es mag schon stimmen, dass Frontalunterricht seine Schwächen hat, aber das hat offener Unterricht, wie auch oben genannter Artikel verdeutlicht, auch.

Quelle: Pixabay (CC0)
Die Ausschließlichkeit macht, meiner Meinung nach, den Unterschied aus. Oder eben die Mischung. Guter Unterricht - und ich werde sicherlich auch irgendwann dazu kommen, für mich hier zu definieren, was ich unter "gutem" Unterricht verstehe (siehe #EDchatDE Nr. 155) - ja, guter Unterricht besteht aus Phasen der Instruktion und der Konstruktion. Diese sollen einander abwechseln, Hand in Hand gehen und einem klaren Konzept folgen. Beides eignet sich nicht als Stand-Alone-Lösung, beides bedarf des anderen.


Und so sind auch Drill & Practice-Übungen nach Vorbild Skinners manchmal, unter bestimmten Umständen, in einem definierten Setting gut. Pauschalverurteilungen und -meinungen bringen nichts, sie bringen uns vor allem nicht weiter.

Die Kunst, guten und effektiven oder sogar effizienten Unterricht zu gestalten oder ermöglichen, liegt darin, einen abwechslungsreichen Unterricht zu konzipieren, der für unterschiedliche Lernende ("Multiple Intelligences") unterschiedliche Materialien ("Binnendifferenzierung" oder "Individualisierung") anbietet, die Lernenden ins Zentrum rückt, ihnen die Möglichkeit des Austauschs, der Kollaboration, Kommunikation und Interaktion gibt, und gleichzeitig auch Phasen der Immersion durch Instruktion schafft ("Sandwich-Methode"). Dabei soll der Unterricht weder über- noch unterfordern. Manchmal ein echter Balanceakt...

Quelle: Pixabay (CC0)
Manchmal, ja manchmal, da möchte man einfach nur "berieselt" werden, möchte in ein Thema eintauchen, vielleicht auch eingetaucht werden. Oder vielleicht denke nur ich so - ich habe Vorlesungen und Seminare an der Universität, wenn sie abwechselnd am Plan standen, durchaus genossen. Manchmal, gerade bei guten, ansprechenden Vortragenden, wollte ich einfach nur zuhören, manchmal, bei spannenden Themen und Arbeitsaufträgen wollte ich einfach nur mit der Arbeit loslegen... Die Mischung und das didaktische Konzept machen den Unterschied.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Lernen in einer Welt voll Ablenkungen?

Seien wir ehrlich: Unser Alltag hat sich in den letzten Jahren verändert. Auf den unterschiedlichen Social Media-Kanälen lesen wir davon, dass wir in einer anderen Generation aufgewachsen sind, viel draußen gespielt haben und unser Leben ohne Smartphone und Internet, dafür mit einem Vierteltelefon, das immer besetzt war, und der Möglichkeit, bei seinen Freundinnen und Freunden und Verwandten jederzeit vorbeizuschauen. Manchmal eben ohne Erfolg.

Quelle: Pixabay (CC0)
Gleiches trifft wohl auf das Lernen zu. Es ist anders, muss anders sein. Wir können theoretisch immer und überall lernen, aus bzw. mit unterschiedlichen Quellen. Wir können nachschlagen, wenn wir etwas nicht wissen. Wir finden immer und überall Unterhaltung. Und gleichzeitig lenkt uns das vom Lernen ab. Also vom vorgegebenen (formalen) Lernen. Sir Ken Robinson zeigt in einem seiner zahlreichen Talks sehr deutlich, wie sich das Schulsystem jedoch eben nicht verändert hat.

Quelle: YouTube

Er bereitet den Inhalt beinahe populärwissenschaftlich auf, polarisiert sicherlich. Dennoch steckt ein Fünkchen Wahrheit dahinter. Wir trainieren auf standardisierte Tests, die Kreativität geht dabei oft verloren, oder wird zumindest in den Hintergrund gedrängt. Uns wird vorgegaukelt, es gäbe nur eine richtige Lösung. Entweder-Oder, Schwarz-Weiß, Richtig-Falsch. Doch was liegt dazwischen? Wie viele Wege gibt es, sich einer Frage oder Problemstellung anzunähern? Ersticken wir im Unterricht wirklich die Kreativität, wie Sir Ken Robinson sagt?

Bis zum einem gewissen Grad sicherlich schon. Und gleichzeitig werden wir über unsere Art und Weise, uns zu informieren, in eine Filterblase gesteckt. Wir scrollen durch Social Media-Kanäle, lesen oftmals nur die Headlines, entscheiden vielleicht aufgrund der Länge eines Beitrags darüber, ihn zu lesen oder nicht. Und dabei werden wir leicht abgelenkt ("Learning in The Age of Digital Distraction"). Formales Lernen trifft auf informelles Lernen. Lernen kann generell immer und überall passieren.

Quelle: Pixabay (CC0)
Die Quellen, die wir durchscrollen, ansehen oder auch lesen, werden durch unterschiedliche Algorithmen in unsere Timelines gespielt. Wir haben das Gefühl, sie selbst auszusuchen, dabei fallen wir einer Vorauswahl zum "Opfer", die Vielfalt geht verloren.

Quelle: Pixabay (CC0)
Und wir sind uns dessen vielleicht gar nicht bewusst. Sollten wir aber. Und wir sollten uns darüber unterhalten. Wir sollten als Lehrpersonen gezielt darauf hinweisen. Aber eigentlich mussten wir das schon immer. Medien sind nicht immer objektiv, maximal objektiviert. Egal ob Printmedien, hinter denen Verlage, Parteien oder andere Einrichtungen stehen, oder Fernsehsender, die einer größeren Medienfirma angehören, oder auch das Internet. Immer schon mussten wir Medien, ihre Beiträge und Quellen bewerten. Die Vielfalt war kleiner, die Zugänglichkeit ebenfalls. In einem Haushalt gab es eine Tageszeitung und nicht unendlich viele, wie heute. Es gab einige wenige Fernseh- und Radiosender. Und es gab wenige Presseagenturen, die die Inhalte, die Bilder und Texte, lieferten. Dessen waren wir uns vielfach nicht bewusst. Wir wurden aber schon damals „manipuliert“.

Heute werden wir darauf hingewiesen. Und es ist auch nötig. Weil es viel mehr Möglichkeiten der Manipulation von Materialien, wie Bildern, gibt, die viel mehr Menschen (und nicht mehr nur einigen wenigen Spezialistinnen und Spezialisten) zugänglich sind. Weil wir eben nicht hinterfragen, nicht kritisch genug sind, uns nicht die Zeit nehmen, etwas in die Tiefe zu lesen. Je reißerischer, desto eher erhält man die Aufmerksamkeit. Man denke hier an die Überschriften der Huffington Post (und eine knappe Analyse dazu und eine zweite ausführliche, die dem Phänomen auf den Grund geht). Oder aber an Satirezeitschriften, die sich doch großer Beliebtheit erfreuen (ob sie von allen als solche erkannt werden, kann ich nicht sagen). 
Quelle: Pixabay (CC0)
Wir brauchen die notwendigen Kompetenzen, um Relevantes von Irrelevantem zu trennen, um Quellen nach wahr und falsch zu bewerten, um unser Leben zwischen dem Virtuellen und dem Realen zu organisieren. Und das sind nicht unbedingt digitale Kompetenzen (wie definiert sich hier denn übrigens "digital"?)... 

In diese Kerbe schlägt auch Gerhard Brandhofer (@rationalekritik) in einem Interview, das gestern in der österreichischen Tageszeitung Der Standard erschienen ist. Er hat Recht. Das hatte auch Bob Blume (@blume_bob) in seinem Blogbeitrag Kleine Kritik am digitalen Diskurs.Wenn von den 4Cs (Critical Thinking and Problem Solving, Collaboration, Communication und Creativity) die Rede ist, dann sind das zwar die sogenannten 21st century skills, oftmals auch als digital literacy bezeichnet oder zumindest in ihrem Umfeld erwähnt, doch sind es Kompetenzen, die wir auch im 20th und im 19th century benötigt haben. Vielleicht war es damals selbstverständlich…. Vielleicht hat man auch nur nicht darüber gesprochen… Und als letzten Gedankenanstoß ein Tweet von A.R. Krommer (@mediendidaktik_):

Dienstag, 17. Januar 2017

Von Windmühlen, Sirenen und Eisbergen...

Social Media-Kanäle sind doch was Feines. Sie bieten Information, Unterhaltung und Abwechslung. Und gleichzeitig sind sie doch auch ganz böse, den sie liefern Information, Unterhaltung und Abwechslung. Wie jetzt?!? Angeregt durch einen einfachen Tweet und eine längere gebloggte Antwort ein paar Zeilen über das Lehrerdasein in einer "digitalen" Welt.


Nun, wir leben in einer Filterblase, in der Nachrichten für uns vorsortiert werden. Wir folgen bestimmten Menschen, die wir uns aussuchen. Und jenen, die die Social-Media-Kanäle für uns aussuchen.

Quelle: Pixabay (CC0)
In Listen, Gruppen oder Kreisen können wir für uns eine eigene Auswahl treffen. Um aus dem ausgefilterten zu filtern, brauchen wir Kompetenzen. Die 4Cs (Critical Thinking and Problem Solving, Comunication, Collaboration und Creativity) zum Beispiel. Oder auch andere. Wir müssen lernen, relevante von irrelevanten Nachrichten zu unterscheiden. Ebenso die wahren von den falschen. Fake News, Lügenpresse… Alles Schlagworte der letzten Zeit, die Teil unserer Lebensrealität geworden sind. Wem können wir glauben, wenn wir nicht mal mehr sicher sein können, dass die Nachrichten, die wir lesen, auch wirklich von Menschen und nicht von sogenannten Bots geschrieben sind. Denkt mal an de Blahfaselgenerator (aktualisiert einfach euren Bildschirm). Ich finde, er ist nach wie vor ein gutes Beispiel für leere Worthülsen, die sich in so mancher populärwissenschaftlichen Publikation finden. Digitale Demenz als Schlagwort…

Quelle: Pixabay (CC0)
Und Lehrpersonen müssen sogar noch einen Schritt weiter gehen. Sie müssen sich zusätzlich die Kompetenz aneignen, derartige Kompetenzen zu vermitteln. Sie müssen Settings schaffen, um Medienkompetenzen zu schulen und zu stärken, zu entwickeln und zu fördern. Dafür müssen sie sich diese Kompetenzen aber selbst aneignen. Und vieles kann man sich dabei nicht einfach anlesen. Eine gewisse didaktische Kompetenz liegt in unserem Genpool - oder eben nicht, wie Sir Ken Robinson richtig zeigt.

Quelle: YouTube

Sir Ken Robinson stellt das Schulsystem infrage, dem sicherlich einige Reformen nicht schaden würde. Nicht selten stellen sich aber vor allem die Lehrer/innen infrage. Wir stellen uns und unsere Fähigkeiten in Frage. Wir stellen vielleicht sogar die Sinnhaftigkeit unseres Tuns infrage oder auch uns als Persönlichkeiten. Lehrer/innen haben es doch leicht. Sie nehmen das Schulbuch, schlagen es dort auf, wo sie es in der letzten Stunde geschlossen haben, überlegen sich – der bekannten Schwellenpädagogik folgend – beim Eintritt in die Klasse, wie die folgende Stunde verlaufen wird. Frontalunterricht oder Stillarbeit inklusive. Oder? Nicht?!? Vielleicht schnappen sie auch ihr iPad und lesen von diesem die Unterrichtsinhalte vor. Auf Twitter habe ich dazu gerade eine spannende Diskussion gelesen. Ausgelöst von einem kurzen Tweet, keine 140 Zeichen, von Lisa Rosa (@lisarosa).

Ja, solche Lehrer/innen mag es geben. Das kann man nicht leugnen, das kann man nicht schön schreiben. Aber es gibt auch schief schneidende Friseure und Bücher hassende Bibliothekare.

Quelle: Pixabay (CC0)
Gegen diese Windmühlen oder gar nur ihr Abbild kämpfen sie dann, die Einzelkämpfer/innen. Die Enthusiasten und Enthusiastinnen, die das Gute und Innovative sehen. Die sich für die Schüler/innen interessieren, denen die Sache am Herzen liegt. Wie Don Quijote kämpfen sie gegen Chimären an. Oder auch Sirenen. Dann wären sie aber Odysseus. Und so mancher Weg gleicht wohl wirklich einer Odyssee. Sie leisten viel, doch fehlt die Anerkennung. Beispiele gefällig?


  • Das Team hinter dem #EDchatDE steckt viel Freizeit und Leidenschaft in die Sache und wird dennoch immer öfter durch Trolle angegriffen. Sie nörgeln, sie provozieren und liefern wenig Konstruktives. Sie sind jedenfalls Realität.
  • Ein einzelner organisiert seit Jahren Webinare, mittlerweile Globinare, an denen Interessierte aus der ganzen Welt teilnehmen. Jede Woche, mehrfach. Und dazu kommt nach jedem Webinar ein nachbereitendes Mail mit allen Materialien und der Webinar-Aufzeichnung. Und dazu kommt auch ein für Fremdsprachenlehrende beinahe unverzichtbarer Newsletter. Danke, Jürgen, für deinen Einsatz und die Zeit, die du in uns steckst.
  • Und dann gibt es all jene, die sich dagegen aussprechen, dass immer nur über Tools gesprochen wird. Und nicht über die Methoden und die Lernziele. Wohin will ich? Was sollen meine Schüler/innen können? Was sollen sie wissen? Was sollen sie aus dem Unterricht mitnehmen? Diese Fragen entscheiden über die Wahl der Methode und diese wiederum beeinflusst die Wahl des Werkzeugs. Ob analog oder digital. Ob klassisch oder ausgeflippt. Das Lernziel legitimiert die Methode legitimiert den Werkzeugeinsatz. Und nicht umgekehrt. Danke, Thomas, für deine Inspiration in diesem Feld, die du mir von Anfang an hast zukommen lassen. Thanks, Alastair, for your incredibly critical and inspiring thoughts.
  • Und dann gibt es noch diejenigen, die mit scheinbar lustigen Sprachspielen die Welt ausdrücken. Aphorismen, von La Bruyère, La Rochefoucauld, Nietzsche bis hin zu Bob Blume, beleuchten die Welt kritisch, hinterfragen das System, stellen es infrage, rütteln und wecken auf. Und vielfach werden sie dafür eher gescholten, wenig verstanden, infrage gestellt. Und dennoch lassen sie in uns einen Funken, der uns die Augen öffnet, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen.

Einige zerreiben sich am System, einige reiben sich auf, bleiben aber dennoch. Viele sind Lehrer/innen oder waren es, die immer noch an eine Sache glauben. Und am wichtigsten ist es wohl, an wirklich eine Sache zu glauben: sich selbst. In all der Geschäftigkeit der Zeit vergessen wir nicht selten auf uns. Wir netzwerken, setzen im Sinne des Konnektivismus Knotenpunkte, vernetzen uns zunehmend. Nur eines sollten wir dabei nicht vergessen: Uns selbst. Und manchmal braucht man ein Netzwerk, das uns zurückholt, uns auffängt und uns daran erinnert, was wir wert sind und was wir leisten.

Quelle: Pixabay (CC0)
Ich lege hier mein Netzwerk, das Netz, das mich auffängt, nicht namentlich offen. Es fühlt sich auch so angesprochen. Es sind eine Hand voll Freunde (sowohl in den sozialen Netzwerken, in denen ich aktiv bin, als auch im realen Leben), die sich dafür die Zeit nehmen. Sie sind es, die uns und vor allem mir die Kraft und Energie geben, gegen die Windmühlen zu kämpfen, die Eisberge zu umschiffen, mit gutem Beispiel voranzugehen, neue Wege zu gehen und weiterzumachen. Sie holen mich aber auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn ich den Sirenen zu erliegen drohe. Und es sind auch die Schüler/innen und Studierenden, die einem so viel zurückgegeben und von denen wir so viel lernen (können).

Montag, 2. Januar 2017

Zum Einstieg ins Jahr 2017

Der Jahreswechsel wird immer wieder für einen Rückblick oder auch einen Ausblick genutzt, was ja irgendwie auch auf der Hand liegt. Man fasst zusammen, was man im Jahr so gemacht hat oder man überlegt sich (analog zu den meist persönlich formulierten Silvester-Vorsätzen), wohin man gehen möchte. So finden sich in den Timelines unterschiedlicher Social Media-Werkzeuge zurzeit Vorsatz-Generatoren (wie wäre es mit dem Vorsatz-o-Mat?), mit deren Hilfe man seine Neujahrsvorsätze formulieren kann (nicht immer ganz ernst gemeint) oder auch resümierende Artikel jener Menschen, denen man folgt. Die mir besonders häufig untergekommenen, möchte ich hier zusammenfassen.

photo credit: Pixabay (CC0)

Richard Byrne: Practical Ed Tech Handbook - Best of 2016

Richard Byrne beschreibt in seinem Practical Ed Tech Handbook - Best of 2016 nicht nur Unterrichtsszenarien und Projekte, sondern fasst sein Jahr auf kompakte Weise zusammen. Und damit gibt er uns auch einen Blick auf das frei, was im letzten Jahr gezählt hat. Das Erlernen von Suchstrategien fällt hier hinein, der Flipped Classroom als Unterrichtsszenario ebenso. Dabei schafft er eine gute Zusammenschau von hilfreichen Werkzeugen und spannenden Methoden.

photo credit: Pixabay (CC0)

Educational Technology and Mobile Learning

Die Seite Educational Technology and Mobile Learning liefert während des gesamten Jahres Artikel, die nicht nur für Einsteiger/innen, sondern auch für „alte Hasen“ sehr interessant sein können. Knapp vor Silvester Bloom's Digital Taxonomy for The Web, ein Beitrag, in dem sich die Autorinnen und Autoren mit den verschiedenen Stufen der Bloom’schen Taxonomie beschäftigen und Webtools anfügen, mit deren Hilfe diese Stufen erreicht werden können. Am selben Tag erschien mit 9 fundamental digital skills for 21st century teachers eine Infografik, die denselben Zweck verfolgte. Die genannten Kernkompetenzen wurden aufgelistet und jeweils vier Webtools genannt, die helfen, diese Skills in die Realität umzusetzen. Die beiden Artikel überschneiden sich teilweise, liefern aber dennoch eine nette Auswahl an hilfreichen Tools und Werkzeugen. Heute kam ein weiterer Artikel heraus, in dem die Redaktion eine Lektüre-Empfehlung abgibt: 6 great books on Digital Literacies. Die Auswahl liest sich spannend, ob sie hält, was sie verspricht, kann jedoch erst nach der Lektüre gesagt werden.

photo credit: Pixabay (CC0)

Andrew Churches: Educational Origami

Schon etwa in die Jahre gekommen, aber dennoch kompakte Zusammenschau der digital literarcies of the 21st century liefert 21st Century Pedagogy, ein Wiki-Artikel von Andrew Churches. Der Autor fasst in diesem Beitrag verschiedene Elemente aus der, wie er es nennt, 21st Century Pedagogy zusammen, meint damit Kompetenzen ebenso wie didaktische Szenarien. Besonders herauszuheben ist dabei seien Unterscheidung zwischen literacy und fluency, wobei sich die beiden Begriffe durch den Faktor bewusst vs. unbewusst unterscheiden. Eine Herangehensweise, die mir gefällt...

photo credit: Pixabay (CC0)

Bleibt mir noch, allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein gutes neues Jahr zu wünschen. Und ja, mein Vorsatz ist es natürlich, hier wieder regelmäßig Beiträge zu schreiben. Ich hoffe, ich halte durch ;-)